23.10.2016 Trotz Überlegenheit nur Unentschieden gegen Großbardorf II

TSV Bad Königshofen – TSV Großbardorf II 0:0

Es gab schon schlechtere, aber auch bessere und spannendere Grabfeld-Derbys als dieses, das keinen  Zuschauer vom Hocker riss. Dass es insgesamt sehr fair verlief, war nicht unbedingt der Besonnenheit der Akteure, sondern auch dem souverän und konsequent leitenden Schiedsrichter Ludwig Weißenseel zuzuschreiben, der den Anfängen wehrte und am Ende zumindest keine Sekunde nachspielen ließ.

Dass er nach der Uhr der Zuschauer aus beiden Lagern sogar eins bis zwei Minuten zu früh abpfiff, mochte ihm niemand wirklich anlasten, weil, rein hypothetisch, wahrscheinlich doch keine der beiden Mannschaften an diesem Tag ein Tor geschossen hätte. Wenn die eine, die der Gastgeber, zwei Mal an die Latte getroffen und die andere den gegnerischen Torwart (Andreas Hofmann) kein einziges Mal ernsthaft geprüft hat, dann liegt ein glücklicher Punktgewinn für die Gäste nahe. Es war aber eher eine verdiente Punkteteilung. Denn für einen Dreier haben auch die Königshöfer insgesamt zu wenig getan.

Dass den Königshöfern nach dem 0:2 in Hausen erneut kein Treffer gelang, lag wahrscheinlich auch am Fehlen ihres verletzten besten Torschützen Marcus Lockner, bezeichnenderweise ein Abwehrspieler. Im Angriff herrschte diesmal weitestgehend Flaute. So furios die Gastgeber begannen, so kurios ließen sie mit zunehmender Spieldauer Spielwitz und Angriffslust vermissen. Viel Verwirrung gab es in der 7. und 9. Minute bei zwei von Michael Neugebauer getretenen Freistößen vor dem Großbardorfer Tor. Aber Saams Kopfball wurde irgendwie von einem Verteidigerbein von der Linie gekratzt und Blaus Schuss landete nach einigen Irrwegen doch in den Händen des Gästekeepers Niklas Bayer. In der 10. Minute prallte nach einer Werner-Ecke ein Saam-Kopfball an die Latte. Fortan dominierten die Gastgeber mit leichtem Übergewicht, das Mitte der zweiten Halbzeit deutlich zunahm. Aber auch in dieser für die Boardfer wirklich brenzligen Phase spielte Fortuna nicht bei den Einheimischen mit. Bei einer Werner-Flanke vor den Strafraum ging Florian Zirkelbach volles Risiko und wäre beinahe mit dem „Grabfeld-Tor“ des Monats belohnt worden. Er nahm die Kugel volley und drosch sie – wieder an die Latte.

Tore: Fehlanzeige 

Bericht: Rudi Dümpert