25.09.2016 TSV siegt hochverdient im Derby mit 3 : 0

Spfr. Herbstadt – TSV Bad Königshofen 0:3 (0:0)

Das Grabfeld-Derby war ein gutes Spiel. Es wäre es auch gewesen, wenn kein Tor gefallen wäre, weil den zahlreichen Zuschauern gefallen hat, wie beide Mannschaften immer bereit waren, im großen Vorwärtsgang zu spielen und Tore zu schießen. Von Abtasten und Taktieren, wie in Derbys so oft der Fall, war hier nichts zu sehen.

Und dennoch dauerte es nach mehreren vergebenen Chancen hüben wie drüben, bis eine Stunde gespielt war, ehe das erste Tor fiel. Dass es für die Gäste aus der Badestadt fiel, war dem Spielverlauf nach nicht allzu sehr überraschend. Wie es fiel, war allerdings nur mit der brillanten Schusstechnik eines Marcus Lockner möglich. Da war selbst der bis dahin so glänzend parierende dritte Keeper der Sportfreunde Sebastian Mock machtlos. Beim 0:2 eher nicht, zumal er mit gleich drei eigenen Abwehrspielern, von denen jeder in bester Absicht retten wollte, im Clinch lag. Das 0:3 entsprang einem der Konter, für die es zum Spielende hin immer mehr Platz für die Gäste gab.

Schon in der torlosen ersten Halbzeit sahen die Zuschauer von beiden Teams schöne Kombinationen, wenige lange Bälle und mehrere Torchancen. Dabei gehörten die ersten 20 Minuten eher den Gastgebern, die hätten in Führung gehen können, wenn Andy Hofmann im Tor der Königshöfer nicht so gut gegen den Schuss von Daniel Lurz, der von Michael Gabold aufgelegt bekam, reagiert hätte. Hofmann musste noch einmal bei einem 40-m-Schuss von Jochen Kneuer retten. Aber als die Gäste immer mehr das Heft in die Hand nahmen und die Gastgeber nur noch reagieren konnten, musste Sebastian Mock mit einer Riesen-Parade gegen einen 8-m-Drehschuss von Alexander Sarwanidi retten. Auch bei einem 13-m-Flachschuss von Carsten Eckart war er auf dem Posten.

Beide bekamen aber keine Rendite für ihr hohes Investment in der ersten Halbzeit. Und in der zweiten setzten sich doch die klareren Angriffsaktionen der Gäste durch. Als die Sportfreunde eine Werner-Ecke abgewehrt hatten, nahm Marcus Lockner den zweiten Ball aus 25 Metern volley und drosch ihn in den Giebel zum 0:1. Und der TSV setzte nach. Wie er allerdings zum 0:2 kam, das kann fast nur Alexander Sarwanidi, wenn es hinterher heißt, irgendwie ging der Ball über die Linie. Am hinteren Fünf-Meter-Eck traf er ihn volley, aber nicht einmal so wie gewollt. Kollektives Gewurschtel vor dem Herbschter Tor ohne Feindberührung und plötzlich war der Ball im Netz. Jetzt mussten Martin Becks Sportfreunde natürlich total öffnen und liefen noch in einen Konter, mit dem Tobias Saam den Schlussstrich unter die letzten Hoffnungen der Gastgeber in diesem erfreulich fairen Derby machte.

Tore: 0:1 Marcus Lockner (60.), 0:2 Alexander Sarwanidi (65.), 0:3 Tobias Saam (80.)

 

aus: Mainpost v. 26.9.2016