13.03.2016 Erster Sieg in 2016

TSV Bad Königshofen – VfL Spfr. Bad Neustadt 3:2 (2:0)

Den Königshöfern ist in den vorherigen zwei Spielen das Glück wirklich nicht hinterher gerannt. Diesmal führten sie nach Auskunft unseres Informanten Gert Harth „in der ersten Halbzeit ein hoch überlegenes, in der zweiten bei allem Bemühen der Neuschter immer noch überlegenes Spiel und hätten es, wenn´s dumm läuft, sogar verlieren können.“ Damit begründete er seine Gesamteinschätzung, dass es „ein kurioses Spiel“ gewesen sei.

In dieser ersten Halbzeit hätten die Gastgeber nicht nur 2:0, sondern mindestens 3:0 oder 4:0 führen müssen. Da hatten wir sie total im Griff. Freddy Werner tauchte bereits in der ersten Minute allein vor Torwart Benedikt Kolb auf, scheiterte aber. Noch einmal (7.) war Kolb bei einem Werner-Schuss, den viele schon im Tor gesehen hatten, zur Stelle. Und Werners dritter Versuch (22.) landete am Pfosten, der Ball rollte die Linie entlang und gleich zwei Königshöfer brachten ihn nicht hinüber. Schließlich landete Franz Schmitts Kopfball nach einer Werner-Ecke an der Latte. So mussten die Gastgeber mit dem Zwei-Tore-Vorsprung zufrieden sein. Das 1:0 fiel durch einen typischen Lockner-Freistoß, bei dem ein Zuschauer meinte, „der braucht doch einen Waffenschein.“ Und beim 2:0 war Patrick Kuhn zur Stelle, als wieder mal ein Werner-Schuss an der Latte gelandet war.

Im zweiten Abschnitt fanden die Gäste wesentlich besser ins Spiel. „Und bei uns war der Tick wieder zu spüren, dass man Schiss vor der eigenen Courage, sprich vor dem Gegentor hat.“ Sie war letztlich auch begründet, denn als Marcus Lockner einen Schuss des eingewechselten Christian Weikert unglücklich ins eigene Tor abgefälscht hatte, geriet das „Muffensausen bei unseren Spielern“ so richtig in Gang. Selber kamen die Grabfelder zu weniger Torchancen als in der ersten Halbzeit. Und plötzlich stand es 2:2, durch ein Tor, das Harth ebenfalls als kurios bezeichnet, weil der aufmerksame Maximilian Mosandl einen Abstoß bereits in Strafraumnähe erwischte und TW Simon Kürschner überwand.

Jetzt witterten die Schützlinge von Trainer Frank Kirchner Morgenluft, waren völlig überraschend wieder im Spiel zurück, das sich nun zu beiden Seiten hätte neigen können. Es neigte sich zur Königshöfer, die mit Marcus Lockner einen Freistoßschützen in ihren Reihen haben, der mit dem geringst möglichen Aufwand Tore erzielen kann. „Wir hätten nie mehr dermaßen in die Klemme kommen dürfen, hätten wir zuvor nur die Hälfte unserer hundertprozentigen Torchancen genutzt“, fasste Gert Harth seinen Bericht zusammen. „Unser Sieg war verdient, aber auch glücklich.“

Tore: 1:0 Marcus Lockner (5.), 2:0 Patrick Kuhn (40.), 2:1 Christian Weikert (67.), 2:2 Maximilian Mosandl (78.), 3:2 Marcus Lockner (87.)

Bericht: RD, Mainpost