04.10.2015 Trotz guter Torchancen unglückliche Heimniederlage gegen den Tabellenführer

TSV Bad Königshofen – FC Strahlungen 1:2 (0:0)

Dieses Spitzenspiel zwischen dem Tabellenführer FC Strahlungen und dem drei Punkte dahinter platzierten Dritten TSV Bad Königshofen hielt, im Gegensatz zu so vielen vergleichbaren Highlights, was es versprach, so dass die gut 200 Zuschauer auf ihre Kosten kamen und die Auswärtigen unter ihnen nach 95 Minuten jubelnd die Arme in die Höhe rissen. Wieder einmal, wie immer nach dem Abstieg beider Vereine aus der Bezirksliga, hatten die Strahlunger die Nase vorn. Noch enger bis zum Schlusspfiff des nicht unumstrittenen, aber insgesamt sehr sicheren Schiedsrichters Pietsch (Seßlach) konnte es aber nicht mehr zugehen.

 Die erste Halbzeit freilich war arm an Aufregern, weil sich beide Mannschaften doch sehr gut kennen und die taktischen Schlüsse der Trainer, vom Defensivverhalten her, griffen. Beim FC griff sich Christoph Leicht bereits nach zehn Minuten an den Oberschenkel und musste wenig später durch Erik Hach ersetzt werden, was aber keinerlei Schwächung zur Folge hatte. Von den Spielanteilen her waren die ersten 45 Minuten ausgeglichen, wobei die beiden Keeper Simon Kürschner und Jens Wackenreuter sich über Beschäftigung nicht beklagen mussten, der TSV die Mehrzahl und höhere Qualität an Chancen hatte. So lenkte der Gästeschlussmann einen abgefälschten Schuss von Freddy Werner an die Lattenoberkante und war bei einer Chance von Ferdinand Heusinger auf dem Posten.

Man hätte in die TSV-Kabine zur Halbzeit melden sollen, dass sich draußen bei den Gästen Jürgen Hein intensiv warm machte. Denn so wirklich vorbereitet waren die Königshöfer nicht darauf, das der Ex-Spielertrainer des FC vom Wiederanpfiff an so viel Wirbel inszenieren würde. Als zu den Standards gar Thorsten Seufert aus der Abwehr mit vor rückte, die Freistöße selber trat und bei den Ecken zusammen mit Hein und allen anderen viel Offensivqualität im Strafraum war, da dauerte es nur zwei Minuten und es klingelte in Kürschners Kasten. Nach einer nach hinten verlängerten Ecke schob Hein den Ball zu Hach und der zum Außenverteidiger Lukas Hein, für den sich in der vorübergehenden Unordnung in der TSV-Abwehr noch niemand zuständig fühlte. Dieses Tor wäre 20 Minuten später so wahrscheinlich nicht gefallen.

Diese erste Viertelstunde nach der Halbzeit ging aber ganz deutlich an die Gäste, die dem 0:2 näher schienen als die Königshöfer dem Ausgleich. Was sich dann aber deutlich änderte. Die Grabfelder befreiten sich wieder aus der Umklammerung. Spielertrainer Alexander Sarwanidi wechselte sich ein und prompt war der Zug zum gegnerischen Tor wieder da. Zunächst aber erst eine deutliche Geste der Fairness des Gerechtigkeitsfanatikers Patrick Kuhn. Der junge TSV´ler hatte ca. zwölf Meter halbrechts vor dem Tor den Ball frei und einschussbereit am Fuß - und schob ihn ins Seiten-Aus, weil FC-Torwart Jens Wackenreuter angeschlagen am Boden lag. Fair ist mehr! Dann hielt Wackenreuter die FC-Führung fest, als er Freddy Werners Schuss nach einer Sarwanidi-Vorlage aus kurzer, spitzwinkliger per Fußabwehr parierte.

Schließlich fiel der überfällige Ausgleich aber doch und zwar nach einer top-schicken Kombination über die rechte Angriffsseite, wobei Ferdinand Heusinger zu Patrick Kuhn passte, der Alexander Erlanov frei vor dem Tor sah und direkt weiter leitete – 1:1 und noch zehn Minuten zu spielen. In denen relativ wenig passierte, bis Erlanovs Unerfahrenheit doch noch den TSV das verdiente Unentschieden kostete. Erst vertändelte er den Ball, dann beging er beim Nachsetzen draußen in der Nähe der Eckfahne ein Foul, zu dem es mehrere Alternativen gegeben hätte. Thorsten Seufert trat zum Freistoß an, drinnen konzentrierte sich alles auf den langen Jürgen Hein am kurzen Pfosten und am langen konnte André Keßler ungestört zum 1:2 einköpfen. In den letzten Minuten fand der TSV keine entscheidenden Lösungen mehr. So enden Spiele für Mannschaften, die ihren Flow haben, gegen gleichstarke.

 

TSV Bad Königshofen: Kürschner – Kuhn, Deuerling, Blau, Harich – Wüscher, Lockner – Erlanov, Zirkelbach – Werner – Heusinger Ferdinand. Rückwechselspieler: Sarwanidi, Heusinger Maximilian, Rudbach.

 

FC Strahlungen: Wackenreuter – Hein Steffen, Hein Sebastian, Seufert, Hein Lukas – Schneider, Beck – Nöth, Leicht, Keßler - Krais. Rückwechselspieler: Hein Jürgen, Hach, Hümpfner.

Tore: 0:1 Lukas Hein (47.), 1:1 Alexander Erlanov (80.), 1:2 Keßler (85.)

Schiedsrichter: Alexander Pietsch (Seßlach)

Zuschauer: ca. 200