06.09.2015 TSV marschiert weiter / Klar verdientes 3:1 gegen Waldberg

TSV Bad Königshofen – DJK Waldberg 3:1 (2:1)

„Heute hätten wir die Möglichkeit gehabt, hier einen oder drei Punkte mitzunehmen“, ärgerte sich der DJK´ler Ludwig Weisenseel als Zuschauer des Spiels, meinte damit aber mehr die Leistung der Königshöfer als die seiner Waldberger, die nach schönen Kombinationen immer harmloser wurden, je näher sie dem gegnerischen Strafraum und erst recht dem Tor kamen.

Natürlich war es ein hoch verdienter Sieg der clevereren Mannschaft, die insgesamt besser besetzt war und einige Akteure im Angriff hat, die ein Spiel eben entscheiden können. Während die Gäste zur Kenntnis nehmen mussten, dass es für Schönspielerei ohne die letzte Konsequenz im Fußball nichts zu erben gibt. Angefangen haben die Gäste mit einer Angriffslust und Energie, als wären sie die besser in der Tabelle Platzierten. Mit der ersten Chance stand es aber dann doch bereits 1:0 für die Gastgeber. Und es war ein wunderschön heraus gespielter Treffer, der für ein paar Momente an das Länderspiel am Freitag erinnerte. Nach einem Bilderbuch-Angriff legte „Lauscher“ Lukas Harich für Ferdinand Heusinger auf und DJK-Keeper Marc Beck hatte keine Chance.

Danach verfielen die Einheimischen wieder in den Fehler aus dem Brückenau-Spiel, sich zurück zu lehnen und das Fußballspiel, so wie sie es können, einzustellen. Und sie wurden dafür auch mit dem 1:1 bestraft, das Louis Bott von der Grundlinie auflegte und Julian Raab völlig ungedeckt zentral vor dem Tor nur noch einschieben musste. Und wieder fiel die TSV-Führung, als Waldberg eigentlich am Drücker war, noch dazu mit dem Halbzeitpfiff: Markus Lockners indirekter Freistoß-Hammer ging an Freunds und Feinds Schienbein und für Keeper Beck unsichtbar ins lange Eck zum Pausenstand.

Die zweite Halbzeit verlief im Grunde wie gehabt: Die Gäste, von den Spielanteilen her sogar überlegen, im Angriff aber viel zu bieder mit einem Alleinunterhalter Julian Raab, mangels Unterstützung ohne großen Unterhaltungswert, arbeiteten und rackerten. Die Gastgeber ließen sie anrennen und machten es selber viel effektiver. Freddy Werner, lange Zeit völlig abgetaucht, meldete sich mit einem tollen Solo zurück, wartete, bis Ferdinand Heusinger nachgerückt war und legte für ihn zum Einschieben auf – 3:1 und natürlich die Entscheidung. Danach gab es noch zwei TSV-Konter, in denen das vierte und fünfte Tor für den Sieger noch fallen musste: Als Heusinger für Thorsten Eckart auflegte, aber Louis Bott den Fuß noch dazwischen brachte. Und als Rudbach für den für ein paar Minuten eingewechselten Urlauber Tobias Saam den Weg frei machte, dem aber noch die entwöhnte Feinabstimmung fehlte – am Pfosten vorbei. Doch das wäre auch des Guten zu viel gewesen in diesem fairen, von einem guten Schiedsrichter geleiteten Spiel.

Tore: 1:0 Ferdinand Heusinger (19.), 1:1 Julian Raab (30.), 2:1 Markus Lockner (45.), 3:1 Ferdinand Heusinger (67.).